(dt.)

Moritz Tobler und Mirko Kircher alias Sonicdream improvisieren mit elektronischen Klängen und Malerei.

Der intermediale Dialog steht im Fokus; die beiden Medien übersetzen, ergänzen oder widersprechen sich intuitiv und unmittelbar. Weder Anfang noch Ende ist definiert und der Arbeitsmodus ist völlig offen: Wer beginnt? Wer reagiert wann? Wer hört wann auf? Wer pausiert wann wie lange? Wer übernimmt an welchem Punkt die Führung? Wie lange dauert das ganze überhaupt? Das kann nur gelingen, wenn sich Maler und Musiker verstehen, aufeinander hören und schauen, einander vertrauen, ernsthaft das Zusammenspiel betreiben, Überraschungen, Flauten, Kehrtwendungen, Aus- und Abbrüche zulassen.

Kontaktmikrophone hinter der Leinwand ermöglichen eine unmittelbare klangliche Übersetzung der Impulse, die der Maler auf der Leinwand erzeugt. Die Klänge können verstärkt, moduliert, verzerrt oder als Sample abgespeichert werden und fliessen ein in die Klangwelt von Sonicdream.

(engl.)

Moritz Tobler and Mirko Kircher alias Sonicdream improvise with electronic sounds and painting.

The focus is on the intermedial dialogue; the two media translate, complement or contradict each other intuitively and immediately. Neither the beginning nor the end is defined and the working mode is completely open: Who starts? Who reacts when? Who stops when? Who pauses when and for how long? Who takes the lead at what point? How long does it all take? This can only succeed if painters and musicians understand each other, listen to and look at each other, trust each other, seriously engage in interaction, allow surprises, doldrums, U-turns, breakouts and breaks.

Contact microphones behind the canvas enable a direct sonic translation of the impulses that the painter generates on the canvas. The sounds can be amplified, modulated, distorted or saved as a sample and flow into the sound world of Sonicdream.

Sonicdream

Foto: Rouven Stucki